Rückgrat statt Selbstzensur: „Nicht rassistisch“ reicht nicht, wir berichten aktiv antirassistisch!
Wahlplakat, Brandanschlag, Massengrab: Rassismus hat viele Gesichter. Und Medien stecken direkt an der Wurzel. Sie erschaffen, reproduzieren und stärken Rassismen aller Art.
Wie Angela Davis bereits erklärte: Es reicht nicht, nicht rassistisch zu sein (obwohl die meisten Redaktionen in Deutschland nichma das gerissen kriegen). Sondern wir müssen aktiv antirassistisch sein.
Ein Beispiel: 97% aller Berichte über Musliminnen sind im Kontext von Terrorismus und Sicherheit. Wären wirklich 97% aller Musliminnen Terroristen oder Kriminelle, wären alle anderen längst tot. Ihr seid keine Ninjas.
Also: Wir sehen, dass wir viel zu tun haben.
Aktiv antirassistisch berichten bedeutet nicht nur Rassismen vermeiden – sondern umdrehen, hinterfragen, die absoluten Gegenteile berichten, das Unsichtbare sichtbar machen und das Verschwiegene umso lauter in die Welt schreien.
Strukturen ändern, neue schaffen und selbstständig Themen auf die Agenda setzen – ohne darauf zu warten, dass irgendwelche Jochens in den Redaktionen endlich checken, dass sie nicht der Höhepunkt der Schöpfung sind (im Gegenteil lol).
In interaktiven Gruppenübungen lernen wir antirassistische Sprache, Bildsprache und Mediendynamiken. Außerdem machen wir etwas sehr wichtiges: Über persönliche Erfahrungen in Redaktionen reden und wie wir mit Rassismus und Zensur von aktivem Antirassismus umgehen.
Der Workshop ist offen für alle, außer natürlich für Genozidleugner*innen (gilt für alle Völkermorde inkl. Gaza und Uiguren). Denn Genozid ist das ultimative Verbrechen und das Maximum an Rassimus, also werden wir selbstverständlich auch darüber lernen.
Lernziele
- Eigene Antirassistische Medienziele definieren und erreichen
- Rassistisches Dauerrecycling umdrehen
- Basics des Berichtens über Genozide
Voraussetzungen
Keine Leugner*innen - egal welcher Genozid