Antiziganismus in den Medien. Wie geht diskriminierungskritische Medienarbeit?
Antiziganismus ist in der deutschen Mehrheitsgesellschaft seit Jahrhunderten fest verankert. Zahlreiche Bevölkerungsumfragen der letzten Jahre belegen dies. Der Sensibilisierungsgrad ist noch geringer als bei anderen Formen von Rassismus; dementsprechend groß ist der Handlungsbedarf. Denn für Betroffene hat er weitreichende Konsequenzen: von strukturellen Ausschlüssen über „nicht böse gemeinte“ Kommentare hin zu körperlicher Gewalt.
Eine wichtige Rolle spielen in diesem Kontext die Medien, deren Berichterstattung immer noch von antiziganistischen Stereotypen geprägt ist. So wirken sie selbst an der antiziganistischen Ethnisierung sozialer Probleme und rassistischen Ausgrenzungsprozessen mit.
Ziel dieses Workshops ist, die Teilnehmenden zu befähigen, diese rassistischen Diskurse über Sintizze und Romnja zu erkennen und ihnen entgegenzuwirken. Zu diesem Zweck wird zunächst grundlegendes Wissen zum Thema Antiziganismus vermittelt und anschließend seine Erscheinung in den Medien – sowohl im Text als auch im Bild – beleuchtet. Mithilfe unterschiedlicher interaktiver Übungen und Kurzinputs wird der praxisorientierte Austausch angeregt und eine fachspezifische (Selbst-)Reflexion ermöglicht. Im Anschluss werden Best Practice Beispiele einer diskriminierungssensiblen Berichterstattung in Bezug auf Sintizze und Romnja vorgestellt.
Lernziele
- grundlegendes Wissen über Antiziganismus erwerben
- Antiziganistische Mediensprache (Text & Bild) erkennen und reflektieren
- diskriminierungssensible Berichterstattung über Rom:nja erlernen
Voraussetzungen
keine