Wem gehört das Wissen? – KI, Big Tech & Macht
Künstliche Intelligenz ist inzwischen überall – aber das bedeutet nicht, dass sie fair und gerecht ist. Im Gegenteil: KI ist nicht nur ein technologisches Werkzeugt – sie wirft an vielen Stellen ethische und ökonomische Fragen auf und hat das Potenzial, bestehende Machtverhältnisse zu zementieren. Dieser Workshop widmet sich diesem wichtigen Thema – und beleuchtet den aktuellen “KI”-Hype aus einer machtkritischen Perspektive. Im Fokus stehen der enorme Ressourcenverbrauch der Technologien, Fragen der gesellschaftlichen Repräsentativität sowie die Verflechtungen der großen KI-Konzerne mit den politischen Akteuren der neuen Rechten.
Zentral ist dabei vor allem die ökonomische Dimension: In diesem Workshop erforschen wir gemeinsam die neo-kolonialen Ausbeutungsverhältnisse, auf denen der KI-Hype beruht – von Data Work, über den ökologischen Fußabdruck bis hin zu den globalen Ungleichheiten, unter denen diese Technologien überhaupt erst entstehen können. Wir schauen aber auch ganz genau auf die technischen Wirkmechanismen von KI-Systemen und ergründen, inwiefern diese gesellschaftliche und wirtschaftliche Ungleichheiten fördern und sozial gerechtes Handeln untergraben. Wir nutzen die Zeit auch, um Alternativen zu den Big Playern zu erörtern sowie unsere die Grenzen und Handlungsspielräume aus ökonomischer Perspektive zu diskutieren. Neben den theoretischen Fragen lernen wir auch, wir wir KI-Bots ganz praktisch für unsere politische und mediale Arbeit nutzen können – der Fokus liegt dabei auf kritischem und effektivem Prompting sowie einer klugen Auswahl von Use Cases.
Lernziele
- Wie lückenhaft und verzerrt das "erlernte" Wissen der KI-Modelle ist
- Die technologische Funktionsweise von KI und wie sie Ungerechtigkeit befördert
- Wie KI praktisch und mit einem kritischen Bewusstsein genutzt werden kann
Voraussetzungen
Ein Laptop und idealerweise einen (kostenlosen) Zugang zu einem oder mehreren KI-Anwendungen (z.B. ChatGPT, Claude, Gemini o.ä.). Für den Fall, dass kein KI-Zugang vorhanden ist, lassen sich innerhalb des Workshops aber voraussichtlich spontane Alternativen finden.