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KI, Wissen & Macht

Die Workshop-Reihe „KI, Wissen & Macht“ beleuchtet den aktuellen „KI“-Hype aus einer kritisch-emanzipatorischen Perspektive. Statt technologischem Fortschrittsglauben steht hier die Frage im Zentrum, was Künstliche Intelligenz im Kontext von Macht, Wissen und gesellschaftlicher Kontrolle bedeutet. Gemeinsam diskutieren wir, welche Rolle KI und Algorithmen im digitalen Backlash spielen, welche ökonomischen und geopolitischen Strukturen den Boom antreiben – und wie neo-koloniale Ausbeutungsverhältnisse tief im Fundament dieser Technologien verankert sind.

Gleichzeitig fragen wir nach den Handlungsspielräumen: Welche Potenziale bieten diese Werkzeuge für progressive Bewegungen? Wozu lässt sich die Technologie sinnvoll nutzen und in welchen Kontexten muss sie bekämpft werden? Eingeladen sind Expert*innen aus Informatik, Datenjournalismus, Kunst und Wissenschaft, die jenseits von Tech-Heilsversprechen und Start-up-Rhetorik neue Perspektiven aufzeigen.

Kritisch, interdisziplinär und mit Blick auf konkrete gesellschaftliche Praxis.

Workshop 1:
KI erkennen. Algorithmen durchschauen. Desinformation abwehren.

Der Workshop steht allen Interessierten offen. Die Teilnahme ist kostenlos.
Datum: Samstag, 25.04.2026
Zeit: 10:00 – 17:00 Uhr

Im Workshop “KI erkennen. Algorithmen durchschauen. Desinformation abwehren.” geht es um die Entmystifizierung des KI-Begriffs. Ihr erhaltet einen prägnanten Überblick über zentrale Anwendungsfelder und die Technikgeschichte von KI – jenseits des Hypes und der Schlagworte. Ganz praktisch trainiert ihr in “AI-Busting-Sessions” wie KI-Systeme durch Logikrätsel, sprachliche Tricks und kritisches Denken als nicht-menschlich entlarvt werden können. Mittels eines Simulationsspiels bekommt ihr außerdem die Funktionsweise von Social-Media-Algorithmen veranschaulicht und analysiert gemeinsam, wie sich diese auf gesellschaftliche Debatten auswirken und welche Rolle Desinformationen dabei spielen.

Der Trainer:
Lalon Sander ist freiberuflicher Data-Journalist im Team von NDR Data. Er ist außerdem Chef vom Dienst in der Online-Redaktion der Tageszeitung „taz“ und arbeitet dort im Klima-Team. Als freiberuflicher Trainer bietet er zudem Weiterbildungen zu Online-Journalismus und Social Media an.

Workshop 2:
KI in der aktivistischen Praxis?

Der Workshop steht allen Interessierten offen. Die Teilnahme ist kostenlos.
Datum: 02.05.2026
Zeit: 10:00 – 17:00 Uhr

KI Anwendungen versprechen Effizienzgewinne, die für überlastete aktivistische Strukturen hilfreich sein könnten. Gleichzeitig warnen kritische Stimmen vor Neben-wirkungen der Technologienutzung, die emanzipatorischen und politischen Zielen Zielen direkt entgegen-wirken. Dieses Spannungsfeld wollen wir im Workshop „KI in der aktivistischen Praxis?“ mit euch gemeinsam erkunden, anhand kurzer Inputs zu aktuellen Forschungsperspektiven auf KI-Nutzung, Diskussionsrunden und praktischen Übungen.
Dabei bringt ihr eure eigenen Erfahrungen, Wissen und Fragen zu KI in den Workshop mit und teilt diese miteinander. Durch die Teilnahme am Workshop entwickelt ihr ein umfassenderes Verständnis davon, ob und wie sich KI-Tools sinnvoll in die eigene Praxis integrieren lassen.

Die Trainer*innen:
Sarah Fitterer ist Aktivistin und Künstlerin. Seit mehreren Jahren forscht sie inter-disziplinär zu KI und vermittelt ihre Erkenntnisse in verschiedenen Formaten: Von Publikationen auf Computerlinguistik Konferenzen hin zu GenAI Workshops, Ausstellungsformaten und Stadtrundgängen.

Dominik Gangl ist Medieninformatiker, der sich im Rahmen seiner Forschung mit der kritischen Analyse von Technik in der Gesellschaft und den zugrunde liegenden sozialen, materiellen und politischen Strukturen beschäftigt. Er ist Teil der Human-Centered Computing Forschungs-gruppe an der FU Berlin.

Workshop 3:
Wem gehört das Wissen? – KI, Big Tech & Macht

Der Workshop steht allen Interessierten offen. Die Teilnahme ist kostenlos.
Datum: 09.05.2026
Zeit: 10:00 – 17:00 Uhr

“Wem gehört das Wissen? – KI, Big Tech & Macht” widmet sich dem “KI”-Hype aus einer machtkritischen Perspektive. Im Fokus stehen der enorme Ressourcen-Verbrauch der Technologien, sowie die Verflechtungen der großen KI-Konzerne mit den politischen Akteuren der neuen Rechten.
Zentral ist dabei vor allem die ökonomische Dimension: Im Workshop erforscht ihr gemeinsam die neo-kolonialen Ausbeutungsverhältnisse, auf denen der KI-Hype beruht – von Data Work bis zu den globalen Ungleichheiten, unter denen diese Technologien überhaupt erst entstehen können. Anschließend erschließt ihr euch bestehende Alternativen zu den Big Playern und diskutiert gemeinsam die Grenzen und Handlungsspielräume eben jener aus ökonomischer Perspektive.

 

Die Trainerin:
Isabel Lerch ist Data-Journalist beim NDR und berät dort Teams und Redaktionen als KI-Lotsin bei der Einführung von KI. Als freiberufliche Trainerin vermittelt sie zudem die Grundlagen des Datenjournalismus. Vor ihrer arbeit beim NDR hat sie Politikwissenschaften, Osteuropastudien und Journalismus in Berlin, Stockholm und Sankt Petersburg studiert.

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