CALL FOR WORKSHOPS – LiMA 2023

#WTF – What the future?!

11. – 16. April 2023
Workshopeinreichungen bis 31.12.2022!

Liebe*r Freund*in und Interessierte der Linken Medienakademie,
die LiMA23 steht an. Die bundesweit größte medienpolitische Weiterbildungswoche des linken Spektrums möchte auch im kommenden Jahr hunderten interessierten Medienschaffenden aus sozialen Bewegungen, Journalismus und anderen Bereichen eine Plattform des Lernens, des Austausches und der Diskussion bieten. In zahlreichen Seminaren und Workshops werden professionelle Dozent*innen praktische Fähigkeiten für linke, emanzipatorische Medienarbeit vermitteln. Außerdem freuen wir uns, die LiMA 2023 nicht nur digital, sondern auch vor Ort in Berlin stattfinden lassen zu können, um wieder mehr Raum für den Austausch, das Netzwerken und Debatte untereinander zu ermöglichen.

Wir freuen uns auf eure Einreichungen für Seminare, Panels, Ausstellungen und Workshops bis zum 31.12.2022.

Unter dem Motto #WTF – What the future?! möchten wir gemeinsam daran arbeiten, emanzipatorische Forderungen und Perspektiven in der Medienlandschaft sichtbarer und hörbarer zu gestalten. Mit der LiMA – Woche tragen wir dazu bei, professionelle Medienkritik zu formulieren, Medienhandwerk zu stärken und uns nicht durch unsere Wut auf die Verhältnisse vereinzeln lassen.

Denn während die Regierung sich darum streitet, einen sozialverträglichen Kapitalismus auszuhandeln, bei dem die Sicherung von Unternehmenseinkünften wichtiger ist als die Familien, die ihre Gasrechnung nicht zahlen können, verschärft die Inflation gesellschaftliche Ungleichheiten, Machtverhältnisse und Armut. Auf der einen Seite gehen Menschen für „soziale Wärme“ auf die Straße, während sich gleichzeitig rechtsextreme Kräfte seit Monaten dafür bereit machen, die Deutung der Inflation populistisch zu übernehmen. Deshalb sagen wir:

„Entschuldigung, genug ist genug! Wir haben 2023!“

Wir wollen mit euch das linke Mosaik deshalb wieder enger zusammenrücken und unsere Ideen einer gerechteren Welt in die Medien und auf die Straße tragen. Auch wenn wir uns dabei viele Fragen stellen, wie diese Utopie aussehen kann, bleibt eins klar: Der Kapitalismus scheitert jeden Tag. Jetzt gilt es, Herzen zu gewinnen für die Idee eines guten Lebens für alle.

Darum freuen wir uns, mit euch in der LiMA – Woche daran zu arbeiten, solidarische Strategien von links mit Medienkompetenz, Vernetzung und offener Debatte zu stärken. Wir möchten darin fortbilden, überzeugende Argumente ansprechend vorzubringen und Geschichten so zu erzählen, dass sie bleiben.

Mit der LiMA-Woche werden außerdem Bildungsmöglichkeiten geschaffen, um (angehenden) Journalist*innen sowie Medienaktivist*innen neben der Vermittlung von Handwerkszeug auch einen Einblick in Arbeitsverhältnisse und eigene Organisierung zu bieten. Eine Arbeit mit Medien von links ist dabei stets von offensichtlichen Widersprüchen geprägt und genau deshalb wollen wir mit euch ausloten, was gelungene Strategien im alltäglichen Umgang damit sind.

Dazu gehört neben dem Erlernen handwerklicher Skills auch das Wissen um Quellenprüfung, datensichere Kommunikation und eine herrschaftskritische Auseinandersetzung mit unseren Arbeitsweisen, Tools und Denkmustern.

Folgende Fragen könnten dabei die aktuellen Interessen der potenziellen Teilnehmer*innen widerspiegeln:

Aktuell, konkret und politisch:

  • Wie kann öffentliche Kriegsberichterstattung von links zu z.B. den Angriffen in Kurdistan, Sudan oder der Ukraine umgesetzt werden?
  • Wie können soziale Bewegungen bspw. die Freiheitskämpfe im Iran medial unterstützen?
  • Wie können wir uns vor einem queer-feindlichem Backlash und Hass im Netz schützen?
  • Wie kann linker Journalismus die gefährliche Leier von vermeintlichen Einzeltätern rechter Gewalt zum Verstummen bringen?
  • Wie gestalten wir klimapolitisches Framing in Zeiten von medialem Backlash und zunehmender Repression auf Klimaaktivismus?
  • Bietet Mastodon die Zukunft als ein Twitter ohne Elon Musk?

LiMA – Classics:

  • Wie können Themen sozialer Bewegungen über die eigene Filterblase hinaus Anklang finden?
  • Journalismus und Aktivismus – wie können wir professionell und mit Haltung arbeiten?
  • Wie kann Desinformation vermieden werden?
  • Wie gestalten wir digitale Communitys für Empowerment?
  • Wie funktioniert eine erfolgreiche Social Media – Kampagne mit wenig Geld?
  • Wie gehen wir mit rechter Hetze um, die uns im Netz entgegenschallt?
  • Wie können wir Algorithmen der Plattformen austricksen und welche medialen Tricks für digitale Solidarität können wir strategisch nutzen?

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Du willst emanzipatorische Stimmen in der Medienlandschaft stärken? Dann mach mit und reiche dein Seminar- oder Workshopangebot bei programm@linkemedienakademie.de mit dem Betreff Workshopangebot LiMA23 ein!

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Die LiMA 2023 wird als Hybridkongress stattfinden – das bedeutet, dass sowohl Online-Seminare als auch Präsenzveranstaltungen geplant sind, der Schwerpunkt wird dabei online sein. Bei der Umsetzung in Präsenz richten wir uns nach den aktuellen Hygienevorschriften. Bei Online-Seminaren haben wir bereits erfolgreich mit der Videokonferenzsoftware Big Blue Button gearbeitet und knüpfen hier an unsere Erfahrungen aus 2021/22 an.

Das Honorar orientiert sich an VHS-üblichen Honorarsätzen; die Abrechnung erfolgt über Honorarvertrag oder Rechnungslegung. Reisekostenzuschüsse sind begrenzt, aber verhandelbar.

Bitte berücksichtigt bei Euren Vorschlägen:

  1. Prägnante Vorstellung eures inhaltlichen Anliegens (Konzept mit Titel und Untertitel, 1x Kurzbeschreibung – 270 Zeichen, 1x Langbeschreibung – 1200 Zeichen, Angaben zur Zielgruppe – für wen eignet sich der Workshop, was können die Teilnehmenden lernen?)
  2. Deine Präferenz/ Erfahrung bei der Umsetzung mit Online- bzw. Präsenzworkshops
  3. Workshopdauer (wir empfehlen online maximal 5-6 Stunden und offline 7 Stunden inklusive Pause)
  4. Sofern notwendig: technische Voraussetzungen für die Teilnehmer*innen
  5. Kurzbiografie (300 Zeichen), Kontaktdaten und aktuelles Bild für die Werbung (optional)
  6. Terminpräferenz im Rahmen der LiMA23
  7. Betreff: Workshopangebot LiMA23

Eingereicht werden können Vorschläge zu Workshops, Vorträgen, Diskussionsrunden zu folgenden Schwerpunkten:

  • Handwerkszeug für Schreibende
  • Kurse zu IT, Programmieren, Verschlüsseln etc.
  • Kurse zu PR Strategien, Kampagnengestaltung…
  • Kurse für Menschen, die – ob neben- oder hauptberuflich – von der Medienarbeit leben wollen oder müssen (Medienrecht, Existenzgründung…)
  • Kurse zur Produktion und Bearbeitung von Video- und Audioprodukten
  • Kurse, die sich auf Erstellung, Optimierung und Arbeit mit Bildmaterial konzentrieren
  • Kurse zu Rhetorik, Auftritt, Präsentation und Präsenz
  • Debatten und Vorträge rund um „Politik, Gesellschaft, Soziale Bewegungen & Medien international“

Einsendeschluss: 31. Dezember 2022 (ausschließlich digital)!
-> an programm@linkemedienakademie.de mit dem Betreff Workshopangebot LiMA23

Bitte habt Verständnis dafür, dass wir nicht alle Workshops berücksichtigen können. Wir melden uns bis Mitte Januar bei euch zurück.

Wir freuen uns auf Eure Einreichungen und begrüßen Angebote von BIPoC, FLINTA*- Personen, Menschen mit Behinderung sowie Menschen aus Arbeiter*innen-Familien besonders.

#Euer LiMA-Team